«Jeder Sieg gegen die Harvard Universität war großartig»

Yanni Kaldis ist 25 Jahre alt! Im Interview verrät er, wie er feiert, bekennt sich als Fan von Arnold Schwarzenegger und spricht über seine griechischen Wurzeln.

Foto: CDM/Margotti

Yanni Kaldis, was war dein schönster Geburtstag und warum?

Yanni Kaldis: Ich war entweder 12 oder 13 Jahre alt und wir besuchten die Eishalle mit all meinen Freunden, wir haben Hockey gespielt und danach im Hallenrestaurant gegessen. Ich erinnere mich noch, dass wir viel Spaß und einen tollen Tag hatten.

Erinnerst du dich an deinen 21. Geburtstag?

Das war auch wirklich ein toller Geburtstag. Es war mein erstes Jahr an der Cornell und das war eine super Zeit. Die Jungs haben mir einen tollen Geburtstag beschert.

Hast du Geschwister?

Ja, ich habe zwei Schwestern.

Dein Name «Ioannis» stammt aus dem griechischen Raum. Was ist der Grund dafür?

Alle meine Großeltern sind Griechen, sie sind in Griechenland geboren und aufgewachsen. Meine Großmutter wollte unbedingt, dass ich einen griechischen Namen bekomme und so bin ich nach meinem Großvater benannt.

Ein Geburtstagsgeschenk, dass du nie wolltest, aber bekommen hast?

Als ich ein Kind war, gab es da ein «komisches Spiel». Tradition war, dass man von seinen Freunden auf den Arm geschlagen wurde, genau soviele Male wie man alt wurde. Das ist nicht wirklich lustig, wenn du Geburtstag hast und von deinen Freunden am Arm geschlagen wirst.

Was macht Montreal zu einer der besten Städte weltweit?

Ich glaube, Montreal ist eine wunderbare Stadt aufgrund von vielen Dingen. Für junge Leute zB gibt es unzählige Möglichkeiten auszugehen, das Nachtleben ist wirklich sehr toll. Und auch sonst gibt es sehr viel zu sehen in Montreal, von historischen Sachen bis hin zum Erkunden der Gegend rund um Montreal.

Bist du froh darüber, dass mit Devin Brosseau ein guter Freund von dir ebenfalls in Dornbirn ist?

Ja es macht die Dinge sehr viel einfacher, wenn du mit einem guten Freund in ein neues, fremdes Land kommst, in dem du noch nie warst. Also ja ich bin sehr froh darüber.

Wusstest du irgendetwas über Österreich bevor du die Möglichkeit bekamst, hier in Dornbirn Eishockey zu spielen?

Ich habe so gut wie nichts über Österreich gewußt. Nur einer meiner Freunde war vor ein paar Jahren in Europa und hat erzählt, dass Österreich sehr schön sein soll. Das war die einzige Information die ich hatte.

Arnold Schwarzenegger ist Österreicher, wußtest du das?

Nein ich wußte es nicht, aber ich bin ein Fan von ihm.

Was würdest du in einer TV Show wie "America’s Got Talent" vorführen?

Ich habe nicht viele Talente, die man in solchen Shows braucht. Ich wünschte mir, dass ich ein guter Sänger wäre. Cooper Marody ist ein guter Sänger, also ich wüsste was er tun würde - ich wäre einfach gerne sein Background-Sänger.

Welche App verwendest du am häufigsten?

Ich würde sagen Instagram oder auch das «theScore App», wo man Sport-Ergebnisse findet, eigentlich benutze ich diese App am Meisten.

Welches ist das letzte Foto, dass du mit deinem Smartphone gemacht hast?

Ein Bild vom Restaurant am Karren mit dem Blick über Dornbirn. Wir sind mit der Seilbahn hochgefahren, es ist ein wirklich schöner Platz.

Warum sollte jedes Kind Sport betreiben?

Ich denke es gibt ganz viele Gründe dafür. Einer davon ist sicher, dass die jungen Leute Spaß haben, Freunde finden können und die Gedanken frei machen zb von der Schule oder von Problemen, die sie haben.

Dein wichtigster Sieg?

Wir hatten eine große Rivalität mit der Harvard Universität in meiner College-Zeit. Jeder Sieg gegen diese Mannschaft war ein großer Sieg.

Deine größte Enttäuschung?

Das war letztes Jahr, als wir mit einem Sieg die "Final Four" erreicht hätten. Die Niederlage in diesem Spiel war wirklich sehr enttäuschend.

Du hast sehr viele Auszeichnungen bekommen, was bedeutet dir das persönlich?

Diese vielen Auszeichnungen sind schön, aber ich glaube, dass ich sie auch darum gewonnen habe, weil ich in so großartigen Teams gespielt habe. Die wichtigste Ernennung war sicher letztes Jahr, als ich für das All-American Team ausgewählt wurde.

Wann hast du angefangen von der NHL zu träumen?

Ich habe als Kind Fußball und Eishockey gespielt und war eigentlich ein besserer Fußballspieler bis ich 15 oder 16 Jahre alt war. In diesem Alter habe ich den Fokus dann aufs Eishockey spielen gelegt und seit da träume ich von der NHL.

Was machst du an Tagen ohne Hockey?

Seit ich hier bin hatten wir nicht viele Tage ohne Hockey. Ich war einmal am Karren und sonst möchte ich die Gegend hier kennenlernen und auch ganz Österreich.

In welches Land möchtest du auf jeden Fall einmal reisen?

Ich möchte viele Länder hier in Europa kennen lernen. Ganz besonders möchte ich die Schweiz besuchen, aber auch Italien ist für mich ein Reiseziel.

Was würdest du nie essen?

Ich bin offen für sehr viele Sachen. Ich habe einmal gekochten Rosenkohl gegessen und das hat mir überhaupt nicht geschmeckt - also das werde ich nie wieder essen.

Was magst du auf deiner Pizza?

Käse, Spinat und Fleisch jeder Art. Ich liebe Pizzas mit Gemüse und Fleisch.

Was ist das perfekte Geburtstagsessen für dich?

Ein gutes Steak, grüne Bohnen und Kartoffelpüree.

«Es ist nichts so schlecht, dass es nicht etwas Gutes hat.» Wie trifft dieses Sprichwort auf die Corona-Situation in der Sportwelt zu?

Ich glaube, dass den Leuten bewußt geworden ist, wie wichtig ihnen Besuche von Sportveranstaltungen sind und auch den Sportlern ist bewußt geworden, wie wenig Spaß es macht, in leeren Stadien, ohne ihre Fans zu spielen.

Wo sieht du dich in fünf Jahren?

Oh dann bin ich 30 - ich will gar nicht daran denken. Ich hoffe, dann immer noch professionell Hockey zu spielen auf welchen Level auch immer, aber das ist mein Ziel.

Welche Headline möchtest du in der Zeitung lesen, wenn du deine Karriere beendest?

Kaldis Weg aus der Underdog-Rolle.