Als die Vorarlberger Eishockeyfans heute frühstückten, jubelten auf der anderen Seite der Welt die ehemaligen DEC-Cracks Devin Brosseau, Yanni Kaldis und Cooper Marody über die 1:0-Serienführung im Kampf um die John D. Chick Trophy.

Auch die Saison 2020/21 der American Hockey League, der zweithöchsten amerikanischen Spielklasse, ist von der Covid-19-Pandemie geprägt. Zum zweiten Mal in Folge wird kein Team zum Saisonende den Calder Cup in die Höhe stemmen dürfen. Die Pacific Division hält aber ein Play-off-Turnier ab und spielt im Best-of-3 Format um die John D. Chick Trophy.

Cooper Marody, ein Spieler, der mit seinem Können der bet-at-home ICE Hockey League wohl seinen Stempel aufgedrückt hätte, musste verletzungsbedingt nach nur einem gespielten Drittel in der Auftaktpartie der Dornbirn Bulldogs gegen die Innsbrucker Haie die Heimreise in die Vereinigten Staaten antreten. In der AHL geigte der 24-jährige Center dann richtig auf. 21 Tore und 15 Vorlagen in 39 Grunddurchgangsspielen sprechen eine klare Sprache.

Devin Brosseau und Yanni Kaldis hingegen fuhren den ICE-Gegnern bis in den Jänner hinein um die Ohren. Der 25-jährige Brosseau kam in seiner ersten Saison in Europa nach vier Jahren College-Liga NCAA gleich auf 21 Scorerpunkte in 34 Spielen. Yanni Kaldis, ebenfalls 25 Jahre alt und ebenfalls zuvor vier Jahre in der NCAA aktiv, bildete mit Matt MacKenzie ein bärenstarkes Verteidigungspaar. Mit 13 Scorerpunkten und einem Wert von +18 verabschiedete sich Kaldis wieder nach Kalifornien.

Jetzt sind die drei Spieler nur noch einen Schritt davon entfernt, die Saison mit den Bakersfield Condors mit einem Pokalgewinn zu beenden. Das Spiel, welches in der T-Mobile Arena in Las Vegas mit zahlreichen zugelassenen Fans vor Ort stattfinden wird, kann auch hierzulande kostenpflichtig ab 4:00 Uhr unserer Ortszeit unter https://www.watchtheahl.com verfolgt werden. Man darf gespannt sein, ob die Bakersfield Condors oder die Henderson Silver Knights als Sieger vom Eis gehen werden - und auch ob die kurze Saison in Europa den drei Cracks seinen Dienst in Richtung NHL getan hat.