Das erste ICE-Wochenende der Bulldogs lässt wohl schon erste Rückschlüsse auf die neue Saison hin zu.

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Was lief gut?

Dem Team wurden von den Kommentatoren aufgrund des großen Trainingsrückstands und der späten Kaderzusammenstellung große Eingewöhnungsprobleme prophezeit. Ähnlich wie im Vorjahr würden die Bulldogs sich sofort als Punktelieferant wiederfinden und auch heuer wieder mit einer Niederlagenserie starten.

Auch wenn noch keine Punkte angeschrieben werden konnten, zeigte sich das Team gegenüber der Vorsaison viel kompakter. Die Defensive scheint trotz des Ausfalls von Jesper Kokkila viel solider aufgestellt. Henrik Nilsson und Matt MacKenzie aber auch Yanni Kaldis geben der Verteidigung viel Stabilität, eisläuferische und puck-moving skills. Einser-Torhüter Oskar Östlund erhält wichtige Spielpraxis und hat speziell gegen den KAC alles richtig gemacht und eine sehr gute Leistung geboten. Back-Up Thomas Höneckl ist aber auch schon bereit für einen Einsatz und pusht Östlund entsprechend. Gutes Defensivverhalten und Goalkeeping brachten beim Gegentorschnitt, wenn man die empty-net-Treffer in den Schlusssekunden abzieht, von 2,5 schon eine deutliche Verbesserung gegenüber den Schießbudenverhältnissen der Vorsaison. In den Angriffsreihen ist man viel tiefer besetzt als noch vor Jahresfrist. Auch Ausfälle können durch Aufrücken von Spielern wie Sam Antonitsch, der durch viel physische Präsenz glänzte oder Jannik Fröwis als spielstarker Jungprofi kompensiert werden.

Generell wirkte die Linienzusammenstellung der Offensive recht stimmig, allein – dazu kommen wir noch – die Torausbeute ist noch verbesserungsfähig. Der Coaching-Staff scheint schon bei den ersten beiden Spielen ein top eingespieltes Team zu sein, das scheinbar schon jahrelang zusammengearbeitet hat und mit viel Erfahrung und Kompetenz nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen ist.

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Was lief weniger gut?

Die Verletzung vom besten Prospect im DEC-line-up Cooper Marody schon nach 13 Minuten in Innsbruck ist wirklich bitter. Trotz des breit aufgestellten Kaders können Key-Player wie er, die fürs Scoring gedacht sind, nicht so einfach ersetzt werden. Dasselbe gilt natürlich für Defender Jesper Kokkila. Da in Dornbirn Wert auf gesunde finanzielle Gebarung gelegt wird, dürften diese auch nicht kurzfristig ersetzt werden, sondern man hofft auf rasche Gesundung.

Was wahrscheinlich am meisten zu einem Erfolgserlebnis fehlte – die Bulldogs waren ja beim Stand von 1:1 gegen den KAC gegen Ende des 2. Drittel (bei einer 5:3 Überzahl) wirklich nahe dran – war wohl die Powerplay-Ausbeute, die leider das ganze Wochenende bei Null blieb. Das ist allerdings auch keine Überraschung, da dies im Training noch nicht richtig eingeübt werden konnte. Auch sonst fanden die Cracks genügend Einschussmöglichkeiten vor, die scoring efficiency ist sicher noch verbesserungsfähig.

Was sonst noch toll wäre?

Abseits vom Eis wünschen sich nicht nur die Funktionäre, sondern auch die treuen Fans, das bald wieder eine tolle Stimmung im Stadion einkehren darf! Die Zustellung von bestelltem Essen mit dem Kraftstoff-Bike durch den Manager selbst klappt ja bereits bestens!