Im Viertelfinale der bet-at-home ICE Hockey League gibt es keine Verschnaufpause. Weiter geht’s mit Spiel Nummer drei zwischen dem EC Red Bull Salzburg und den Dornbirn Bulldogs am Dienstag in der Mozartstadt! Auch dieses Spiel wird live auf Sky Sport Austria übertragen.

Man darf sich kaum ausmalen, was gestern im Dornbirner Messestadion losgewesen wäre, wenn die Covid-19-Pandemie die Ränge nicht leer halten würde. Über 4.000 Eishockeyfans hätten sechs DEC-Treffer bejubelt, geblockte Schüsse zelebriert und zahlreiche Schiedsrichterentscheidungen vehement kritisiert, völlig egal ob diese schlussendlich richtig oder falsch waren.

Das Spiel lebt von diesen Emotionen. Wenn die Fans zuhause jubeln müssen, lohnt es sich, in der Halle genau hinzuhören. In der ersten Spielminute lag Dominique Heinrich am Boden. Erfreulicherweise trug der Bullen-Defender vom Check gegen den Kopf im ersten Spiel keine Verletzung davon, doch auch in Spiel zwei erwischte es Heinrich sofort. Matt McIlvane forderte lautstark „Two-Plus-Two – High Sticking!”, doch die Referees gaben keine Strafen. Gut zwanzig Spielminuten später war Heinrich erneut im Rampenlicht. Der ob des Spielverlaufs frustrierte Salzburger stocherte nach der Pausensirene gegen Schnetzer nach. Dieser drehte sich um und fuhr mit dem Stock in Heinrichs Gesicht. Schnetzer entschuldigte sich sofort, denn er rechnete mit einem großgewachsenen Gegner, den er am Oberkörper erwischt hätte. Wie auch schon beim Antonitsch-Check war bei Schnetzers Vergehen Heinrichs Körpergröße entscheidend, die Emotionen zügelte dieser Umstand wohl kaum.

Fotos: CDM/Blende47

Zudem waren zuvor im ersten Abschnitt bereits mehrere Cracks aneinandergeraten. Kevin Macierzynski und Saku Salmela fassten ebenso wie Filip Varejcka und Peter Hochkofler in der dreizehnten Minute Strafen für übertriebene Härte aus. In der Kühlbox ging der Fight dann verbal weiter. So erinnerte Macierzynski sein Kontrahenten Hochkofler überspitzt an sein Viertlinien-Dasein in Salzburg. Zehn Jahre würde er dort ja schon auf der Bank versauern. Im Interview nach dem Spiel bestätigte Matt MacKenzie die Beobachtung von außen: „Da war heute eine gewisse Gehässigkeit zwischen den Mannschaften vorhanden (…)“.

Nach 86 torlosen Play-off-Minuten durfte Red Bull Salzburg sich erstmals über einen Treffer freuen. Altgedienten Eishockeyfans dürfte da ein Spruch von Cableguy Rene Swette in Erinnerung kommen, der jubelnde Jesenice-Spieler belächelte. Unglaublich aber wahr, den Salzburgern gelang in zwei Viertelfinalspielen gegen Dornbirn kein einziger Treffer bei fünf gegen fünf Feldspielern. Am Sonntag luden die Bulldogs die Salzburger mit zahlreichen Strafminuten fast zum Toreschießen ein, alle drei Salzburg-Tore erzielten die Special-Teams. Dass die Dornbirner elf Schüsse blockten und die Salzburger keinen Einzigen, ist wohl eine interessante Randnotiz. Treten die Bulldogs am Dienstag erneut so beherzt auf, wird der Favorit definitiv mehr Register als bisher ziehen müssen.

Rapuzzi fasst Sperre aus

Bulldogs-Stürmer William Rapuzzi wurde am Montag wegen eines Stockschlags im Sonntagsspiel gegen die Red Bulls für ein Spiel gesperrt und zusätzlich mit einer Geldstrafe in der Höhe von Euro 250,00 belegt.


bet-at-home ICE Hockey League – Viertelfinale, Spiel 3
Dienstag, 16.03.2021, 19:15 Uhr
EC Red Bull Salzburg – Dornbirn Bulldogs
Eisarena Salzburg
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