#81 Nick Ross, Verteidiger

In acht verschiedenen Ländern war Nick Ross schon als Eishockeyspieler engagiert. Aus all diesen Ligen sticht für ihn die bet-at-home ICE Hockey League hervor. Österreich wäre ein wunderbares Land und die Art von Eishockey, die hier gespielt wird, würde ihm am meisten Spaß bereiten. Außerdem würde hier so gut wie jeder Englisch sprechen können. Bei DVTK Jegesmedvék in der Slowakei hätte das anders ausgesehen, nur mit der Hälfte des Teams konnte er dort kommunizieren.

In seiner sechsten Saison bei einem österreichischen Team ist Ross jedoch nicht nur auf Englisch angewiesen. An einem Gespräch in deutscher Sprache selbst aktiv teilnehmen könne er nur schwer. Seine Mitmenschen würde er aber womöglich verstehen, wenn sie auf Deutsch sprechen würden.

In den nächsten Tagen erwartet Ross die Ankunft seiner Familie in Vorarlberg. Seine Frau bekam erst letztes Jahr ein weiteres gemeinsames Kind und musste nun berufsbedingt noch länger in Kanada bleiben, um die Gültigkeit ihrer Ausbildung als Dentalhygienikerin nicht zu verlieren. Nachdem die Kinder bei Trick or Treat um die Häuser gezogen sind, schnappen sie gleich das nächste Flugzeug nach Europa.

Der Zukunftsplan der Familie Ross sieht vor, in Europa zu bleiben. Der europäische Lebensstil gefällt dem gebürtigen Kanadier. Neun Jahre wurden hier bereits verbracht, weitere sollen folgen. Denn seine Frau habe einen ungarischen Pass und auch er selbst strebe an, die Staatsbürgerschaft in einem EU-Land zu bekommen. Am liebsten in Österreich.

Beinahe hätte der Weg des Verteidigers aber auch in die beste Eishockey Liga der Welt geführt. Im Jahre 2007 wurde Ross gedraftet. Die Phoenix Coyotes wählten ihn an der 30. Stelle in der ersten Runde. In der NHL sollte er dann aber nie auflaufen, was verschiedene Gründe hat, erklärt er im Interview.

Neben dem Draft war ein weiterer toller Moment in seiner bisherigen Karriere der Spengler Cup Sieg mit Team Kanada im Dezember 2019. Damals habe er nicht so viel gespielt, da er verletzt gewesen wäre. Den Spengler Cup zu gewinnen wäre aber ein spektakuläres Ereignis gewesen. Auch in Kanada würden die Hockey-Fans das traditionsreiche Turnier in Davos kennen und es im Fernsehen beobachten. In Europa wird dem Spengler Cup logischerweise mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Fotos: CDM/Blende47 und privat

Obwohl Ross als Verteidiger aufläuft, strahlt er immense Offensivgefahr aus. In 270 Spielen in Österreichs höchster Liga erzielte er 173 Scorerpunkte. Auch für die Dornbirn Bulldogs gelangen ihm bereits sechs Assists in neun Spielen.

Dornbirn wäre ein Team, das nicht von zwei individuellen Spielern getragen wird. Hier wird jeder gebraucht, keiner kann nur Passagier sein. Nick Ross kennt das Erfolgsrezept, dass die Bulldogs zum Play-off-Einzug führen soll. So lange sie als Team zusammenhalten würden und sich so mit jedem Spiel und jedem Training verbessern würden, glaubt der Verteidiger an eine erfolgreiche Saison in der Messestadt.

🇨🇦 Nick Ross hat in Europa eine Heimat gefunden

🛂 Am 10. Februar 1989 in Kanada geboren
☑️ 2007 in der ersten Runde als Nummer 30 von den Phoenix Coyotes gedraftet
☑️ Spielt die 7. Saison in EBEL/ICE – zuvor Salzburg, Laibach und 4x Innsbruck
☑️ 270 EBEL ICE SPIELE 173 Scorerpunkte
☑️ In 8 verschiedenen Ländern bei Eishockeyklubs gespielt
🏆 Spengler Cup Sieger 2019 mit Team Kanada