Der Vorarlberger Marco Rossi wurde von den Minnesota Wild gedraftet und ist nach Thomas Vanek der zweite Österreicher, der bei den NHL Drafts die Top-10 erreicht hat.

Der Dornbirner EC und der SC Rheintal waren frühe Stationen in der Ausbildung von Marco Rossi, der bis 2018 in der Schweiz spielte. In den letzten zwei Saisonen schnürte der Rankweiler seine Schlittschuhe für die Ottawa 67's in der OHL (Ontario Hockey League) – einer der stärksten Nachwuchsligen der Welt.

Marco Rossi (li.) mit Emilio Romig im Messestadion Dornbirn. Foto: CDM/Margotti
"Das ist für das österreichische Eishockey großartig, wenn ein Spieler in der ersten Draft-Runde gepickt wird." - Kai Suikkanen

Thomas Vanek, der selbst zwei Saisonen (2014 - 2016) bei den Minnesota Wild gespielt hat und nach wie vor in der Nähe von Minneapolis lebt, gratulierte Rossi umgehend und freut sich, ihm jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Nasheim beobacht Rossi seit Jahren am Gartenzaun

Bulldogs Assistant Coach Rick Nasheim freut sich sehr für den Vorarlberger und sieht ihn als Vorbild für den Nachwuchs in der Region.

"Wie hart Marco für seinen Erfolg arbeitet, kann Vorbild für viele junge Spieler sein." – Rick Nasheim

In Rankweil wohnen die Familien in der selben Straße, weshalb Nasheim Marco seit Kindesjahren heranwachsen und Tore schießen sah.

Der sympathische und bodenständige Junge aus Rankweil weiß aber auch, dass der Draft "nur" die erste Stufe zur NHL ist. Bis der NHL-Traum endgültig für Rossi zum Alltag wird, ist noch ein harter Weg zu meistern.

Foto: CDM/Margotti

Die detaillierten Vertragsverhandlungen mit der Minnesota-Organisation werden in den nächsten Tagen stattfinden. Dann wir auch entschieden, ob Rossi die Zeit bis zum Start der NHL (voraussichtlich am 01.01.2021) in Europa (zB ZCS Lions) spielen wird.

"Herr Rossi sucht das Glück" ist Titel eines italiensichen Trickfilms und umgelegt auf Eishockey-Talent Marco Rossi heisst das jetzt wohl, dass der Vorarlberger nach dem NHL-Draft ganz nah an seinem Glück ist.