Die Dornbirn Bulldogs haben sich in ihrer neunjährigen Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse in Österreich, der internationalen bet-at-home ICE Hockey League zum vierten Mal für die Play-offs qualifiziert. Dem Team aus Vorarlberg gelang es aber dabei noch nie, das Viertelfinale zu überstehen. Wie waren die bisherigen Auftritte in der Post-Season?

Olivier Magnan und Stefan Häußle (links) waren immer dabei. Fotos: CDM/Blende47

Erste Playoff-Teilnahme | Saison 2013/14

In der erst zweiten Oberhaussaison gelang den Bulldogs der erstmalige Play-off-Einzug. Luciano Aquino und Co erreichten nach einem achten Platz in der Hauptrunde in der Qualfikationsrunde (7.-12.) den 2. Platz – punktegleich vor dem KAC, der ausschied! Im Viertelfinale wartete erstmals der Sieger der regular season, der EC Red Bull Salzburg. Das Team von Dave MacQueen überraschte die Mozartstädter in den ersten beiden Play-off-Spielen und führte in der Serie sensationell mit 2:0. Beim dritten Spiel in Salzburg lagen die Bulldogs wieder in Führung. Die Red Bulls wechselten ihren Torhüter (Luka Gracnar kam ins Tor) und die Serie kippte auf ihre Seite. Das Spiel wurde in der Verlängerung mit 4:5 verloren und die Mozartstädter gewannen dann auch die drei folgenden Spiele und setzten sich in der Serie mit 4:2 durch.

Serien-Führung auch gegen Znaim | Saison 2015/16

Das vierte Jahr war das Beste für die Bulldogs während der gesamten Dauer der Ligazugehörigkeit. Nach 44 Runden beendete man die Hauptrunde mit 73 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz, der den direkten Play-off Einzug bedeutete. Die MacQueen-Equipe bestach durch Geschlossenheit, so hatte man keinen Spieler unter den Top 10 der Scorerliste. Der Tabellenzweite der Pick-Round – der HC Orli Znojmo – wählte überraschend Dornbirn. Gleich dreimal mussten sich daher die Vorarlberger ins 700 km entfernte Znaim in Südmähren auf die Reise machen. Und wieder, wie zwei Jahre zuvor - führten die Bulldogs in der Serie mit 2:0, aber wieder gingen die restlichen vier Partien verloren. Spiel 4 ging zwar noch in die Overtime, aber Znojmo- und Liga-Topscorer Colton Yellow-Horn und Co waren schlussendlich nicht mehr zu bezwingen. Die Serie endete mit 2:4 Siegen für die Tschechen.

Zweiter Anlauf auf Salzburg | Saison 2017/18

Auch in dieser Saison stellte der DEC ein starkes, konkurrenzfähiges Team. Nach dem Grunddurchgang (44 Runden) lag man mit 61 Punkten auf Platz 7 und hat die Top 6, die zur fixen Play-off-Teilnahme gereicht hätten, nur um zwei Punkte (hinter Zagreb) verfehlt. Die Qualifikationsrunde gewann man dann überlegen mit 28 Punkte und zog ins Viertelfinale ein. Gepickt wurde man wiederum von Salzburg, dem Tabellenzweiten der Pick-Round. Das erste Spiel im Volksgarten ging erst in der Verlängerung mit 2:3 verloren und nachdem man auch in Spiel 2 und 3 knapp den Kürzeren zog, lag man in der Serie bereits mit 0:3 zurück. Doch es folgte ein Aufbäumen der Bulldogs, in Spiel 4 (zuhause) und 5 (in Salzburg) wurden die Red Bulls jeweils mit 3:2 bezwungen. In Spiel 6 war aber die Luft raus, und der DEC verabschiedete sich mit einem 2:6.

Das "Gustostückerl" von Kevin Macierzynski. Fotos: CDM/Blende47

Sind alle guten Serien drei? | Saison 2020/21

Erstmals wurden zuletzt seit 2018 die Play-offs zwei Mal hintereinander verpasst, aber in diesem Jahr schafften es die Bulldogs unter Cheftrainer Kai Suikkanen wieder in die Post-Season. Der 6. Rang nach dem Grunddurchgang und nach der Zwischenrunde bedeuten die zweitbeste Regular Season in der Geschichte des DEC. Wieder einmal pickten die roten Bullen aus Salzburg die Dornbirn Bulldogs. Gelingt vielleicht dieses Mal der erste Halbfinaleinzug?