In einem spannenden Play-off-Spiel behielt der EC Red Bull Salzburg mit einem hart erkämpften 6:4-Auswärtserfolg bei den Dornbirn Bulldogs die Oberhand und gleicht die Viertelfinalserie aus.

Spiel 4 am Freitagabend im Messestadion und eine spannende Ausgangslage war garantiert mit der Serienführung der Bulldogs, die auf Romig und Kokkila verzichten mussten, dafür aber wieder ihren Paradesturm aufbieten konnten. Salzburg, das wieder aus dem Vollen schöpfen und einige Kaderspieler zuhause lassen konnte, trat erneut mit den gegenüber dem ersten Auftritt in Dornbirn umgekrempelten Angriffslinien an – wie schon im erfolgreichen Spiel 3. Mit John Hughes fand sich beispielsweise ein einstiger Liga-MVP in der vierten Linie neben den Jungstars Filip Vaejcka und Paul Huber wieder.

In den ersten Minuten hatte das Heimteam klare Feldvorteile, die Gäste agierten überraschend defensiv. Ein „Tausendguldenschuss“ von Austin Ortega (7.) fand aber überraschend durch Freund und Feind den Weg ins Tor zum 0:1. Im Gegenzug verpassten Luciani mit einem Stangenschuss sowie Yogan und Rapuzzi gegen Lamoureux den postwendenden Ausgleich. Im Gegensatz zu Dornbirn zeigten sich die Red Bulls im Startdrittel sehr effizient, Rick Schofield (10.) umkurvte das Tor und netze beinahe ungehindert zum 0:2 ein. Die Eisbullen dominierten nun das Geschehen, der DEC tat sich mit dem Rückstand sichtlich schwerer. Im Mittelabschnitt traf wiederum Ortega (23.) und sorgte rasch für eine vermeintliche Vorentscheidung zugunsten der Mozartstädter.

DEC gleicht nach 0:3-Rückstand aus

Fotos: CDM/Blende47

Die Bulldogs zeigten in der Folge viel Biss und kämpften vehement um den Anschlusstreffer. Mit einem Doppelschlag durch Anthony Luciani (30.) und Daniel Woger (31.) nach unwiderstehlichem Solo waren die Hausherren plötzlich wieder im Spiel. Der Ausgleich lag mehrfach in der Luft. Bei der einzig nennenswerten Chance der Salzburger traf Mario Huber nur die Stange. Im Schlussdrittel legten die Suikkanen-Cracks nach. Luciani (44.) luxte einem Verteidiger die Scheibe ab und netzte zum verdienten 3:3-Ausgleich ein. Im Powerplay gingen die Eisbullen neuerlich in Führung, Ortega (47./pp1) traf zum dritten Mal an diesem Abend. Die Bulldogs warfen in der Schlussphase nochmals alles nach vorne. JP Lamoureux im Tor der Red Bulls konnte einige „Hochkaräter“ bändigen. Im quasi einzigen Konter traf David McIntyre (55.) erst im Rebound zum entscheidenden 3:5. Baltram (59./en) traf noch ins leere Tor, Yogan (60./pp1) elf Sekunden vor Schluss zum 4:6.


bet-at-home ICE Hockey League, Play-off QF Spiel 4, Freitag 19.03.2021
Dornbirn Bulldogs – EC Red Bull Salzburg 4:6 (0:2, 2:1, 2:3)
Messestadion Dornbirn
SR: Ofner, Piragic; Pardatscher, Seewald;

Tore:
0:1 Ortega (7.)
0:2 Schofield (10.)
0:3 Ortega (23.)
1:3 Luciani (30.)
2:3 Woger (31.)
3:3 Luciani (44.)
3:4 Ortega (47./pp1)
3:5 McIntyre (55.)
3:6 Baltram (59./en)
4:6 Yogan (60./pp1)

Strafen:
DEC: 10 min.
RBS: 10 min.

Line-Up:
DEC: Östlund (Höneckl) – MacKenzie, Salmela; Nilsson, Max Egger; Schnetzer, Magnan – Luciani, Rapuzzi, Yogan; Schwinger, Häußle, Macierzynski; Woger, Jevpalovs, Pavlovs; Fröwis, Straka, Antonitsch; Pöschmann;
RBS: Lamoureux (Eliasson) – Joslin, Heinrich; Chorney, Espeland; Pallestrang, Urbom; Schreier – Hochkofler, McIntyre, Baltram; Skille, Rauchenwald, Thomas Raffl; Ortega, Schofield, Mario Huber; Hughes, Varejcka, Paul Huber; Pilloni;
Bemerkungen: Dornbirn ohne Kokkila, Romig (beide verletzt; Salzburg ohne Feldner, Harnisch, Lutz, Predan, Zitz, Zündel (nicht im Kader), Herzog (verletzt),  Jakubitzka (abgemeldet);