Red Bull Salzburg verkürzt in der „best-of-seven“ Viertelfinalserie gegen die Dornbirn Bulldogs auf 1:2. Mit einem beherzten und kämpferisch intensiven Auftritt kaufte der Favorit dem Underdog im dritten Anlauf erstmals die Schneid ab.

Veränderung war auf Seiten des Favoriten nach zwei Niederlagen gefragt. Red Bulls Head Coach Matt McIlvane verzauberte seine Linien, setzte auf mehr Dynamik und schenkte im Tor J.P. Lamoureux neues Vertrauen. Ein Plan, der für ebenfalls verändert erscheinende Bulldogs wie Gift wirkte. Dreimal lief im ersten Abschnitt das Powerplay der Vorarlberger nicht rund, Salzburg setzte durch Rauchenwald gleich im ersten Unterzahl ein erstes kräftiges Lebenszeichen an die Außenstange. Nach einem Hin und Her zwischen John Hughes und Stefan Espeland (8./pp1) war die Führung der Hausherren im ersten Powerplay gewiss. Auch wenn Suikkanen den Treffer von der Referees noch einmal unter die Lupe nehmen lies, diente diese Coaches Challenge lediglich um allenfalls die Köpfe der Bulldogs zurück auf Anfang zu setzen. Freilich riss der gesperrte William Rapuzzi eine große Lücke in den Paradesturm der Bulldogs, doch noch mehr fehlten den Gästen der Flow aus den ersten zwei Partien.

Fotos: RedBull/GEPA (1), CDM/Margotti (1)

Spielbestimmte Hausherren

Salzburg war der Hunger auf den ersten Sieg in der Serie anzusehen. Mit mächtigem Druck wurde die Führung im Mitteldrittel ausgebaut. Die Vorbildwirkung von Kapitän Thomas Raffl (28.) und davor ein Treffer von Filip Varejcka (25.) waren zeichnend für das zwischenzeitliche 3:0 in der Salzburger Eisarena. Mentale Kraft tankten die Bulldogs schließlich aus einer überstanden doppelten Unterzahl und meldeten sich zurück. Luciani agierte hinter dem Tor und bediente Vitalijs Pavlovs (33.), dessen erster Saisontreffer von immenser Bedeutung war. Und vor der zweiten Pause rissen die Vorarlberger ein zweites Mal die Hände in die Höhe. Im Getümmel wurde die Scheibe jedoch rechtswidrig über die Linie befördert, wie die Referees nach Videostudium entschieden. Nach dem holprigen Start fanden die Suikkanen-Schützlinge zwar die Orientierung im Spiel, ein Comeback war jedoch außer Reichweite. Alexander Rauchenwald (48.) setzte den Deckel drauf, der EC Red Bull Salzburg verkürzte mit dem 4:1-Sieg in der „best-of-seven“-Serie auf 1:2.


bet-at-home ICE Hockey League, Viertelfinale, Spiel 3, Dienstag, 16.03.2021
EC Red Bull Salzburg – Dornbirn Bulldogs 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)
Eisarena Salzburg
SR: BERNEKER, ZRNIC, Kontschieder, Seewald

Tore:
1:0 Espeland (9./pp1)
2:0 Varejcka (25.)
3:0 Raffl (28.)
3:1 Pavlovs (33.)
4:1 Rauchenwald (48.)

Strafen:
RBS: 14 min.
DEC: 14 min.

Line-Up:
RBS: Lamoureux (Eliasson) – Chorney, Heinrich; Joslin, Espeland; Pallestrang, Urbom; Schreier – Skille, Rauchenwald, Thomas Raffl; Ortega, Schofield, Mario Huber; Hochkofler, McIntyre, Baltram;  Hughes, Varejcka, Paul Huber, Pilloni.
DEC: Östlund (Höneckl) – MacKenzie, Kokkila; Nilsson, Salmela; Schnetzer, Magnan; Max Egger – Luciani, Pavlovs, Yogan; Schwinger, Häußle, Macierzynski; Antonitsch, Jevpalovs, Woger; Straka, Fröwis.