Auch das zweite Viertelfinalspiel in der bet-at-home ICE Hockey League gewinnen die Dornbirn Bulldogs gegen den EC Red Bull Salzburg. Diesmal nach starker Vorstellung mit 6:3.


Die größte Gefahr für die Bulldogs war es, acht Spielminuten nach dem Auftaktsieg nicht völlig dem Übermut zu verfallen. Thomas Raffl fabrizierte in der zweiten Spielminute ein Missgeschick, welches im zuletzt wohl im Nachwuchs passiert ist. Nach dem Bauchfleck des Salzburger Starspielers rollte der Bulldogskonter, Saku Salmela (2.) verwertete eiskalt. Wenig später feuerte Matt MacKenzie (7.) von der Blauen Linie gleich mehrfach ins Getümmel, der dritte Abschluss innerhalb weniger Augenblicke fand den Weg in den Kasten zur 2:0-Führung. Als 55 Sekunden später mit Henrik Nilsson (8.) der nächste DEC-Verteidiger ins Schwarze traf, trottete J.P Lamoreux genervt auf die Spielerbank. Jesper Eliasson hütete fortan das Tor der Red Bulls. Eliasson ließ ebenso wie Landsmann Östlund in einem intensiven ersten Drittel nichts mehr zu, mit dem Stand von 3:0 wurden erstmalig die Seiten gewechselt.

Fotos: CDM/Blende47

Auch nach der Pause machten die Bulldogs dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Sie strapazierten weiter die Nerven der Gäste, die sich Dornbirn freiwillig als Viertelfinalgegner wählten. In Überzahl bediente Anthony Luciani ideal Daniel Woger (24./pp1), der die Scheibe nur noch lässig ins Netz abfälschen musste. Zur Spielmitte gelang dann aber den Mozartstädtern ein Treffer, ebenfalls im Powerplay. Mario Huber (27./pp1) drückte nach 86 torlosen Play-off-Minuten aus Salzburger Sicht den Puck zum ersten Mal über die Linie. Es grenzte fast an ein Wunder, dass die Gäste den fünften Treffer nicht im Mittelabschnitt fressen mussten. Simeon Schwinger fälschte einen MacKenzie-Schuss knapp vorbei. Im Powerplay ab der 28 Spielminute erspielte die Überzahl-Formation der Hausherren Chance um Chance. Salzburg kam aber mit einem blauen Auge davon, auch weil Andrew Yogan kurz vor der Pausensirene ein Alleingang vergab.

Dornbirn blockte Schüsse, Dornbirn verteidigte kompakt. Doch Dornbirn kassierte auch zahlreiche Strafen. Die Bulldogs machten sich so das Leben schwer und brachten die Salzburger zurück in die Partie. Die Referees Patrick Fichtner und Kristijan Nikolic gaben nach der Videoüberprüfung den Treffer zum 4:2. Alexander Rauchenwald (49./pp1) verkürzte in numerischer Überlegenheit mit noch elf Spielminuten auf der Uhr. Die Bulldogs reagierten auf den Rückschlag wie ein Top-Team. Anthony Luciani (39.) schoss lediglich 24 Sekunden nach Rauchenwald den Puck zum 5:2 ins Tor. Coach McIlvane sah sich gezwungen, bereits acht Minuten vor Schluss auf Empty-Net zu setzen. Diesen Mut bestrafte mit Nilsson (57./sh1/en) erneut ein Verteidiger, der den Puck in Unterzahl ins leere Tor schoss. Ohne die zahlreichen Strafen wäre die Leistung der Vorarlberger tadellos gewesen, für die 2:0 Serienführung war das gebotene mehr als ausreichend. Und so konnten die Bulldogs auch seelenruhig kurz vor Spielende den Shorthander von Mario Huber (59./sh1) zum 6:3-Endstand hinnehmen.


bet-at-home ICE Hockey League, Viertelfinale, Spiel 2, Sonntag 14.03.2021
Dornbirn Bulldogs – EC Red Bull Salzburg 6:3 (3:0, 1:1, 2:2)
Messestadion Dornbirn,
SR: FICHTNER, NIKOLIC K., Gatol, Nothegger

Tore:
1:0 Salmela (2.)
2:0 MacKenzie (7.)
3:0 Nilsson (8.)
4:0 Woger (24./pp1)
4:1 Huber Mario (27./pp1)
4:2 Rauchenwald (49./pp1)
5:2 Luciani (49.)
6:2 Nilsson (57./sh1/en)
6:3 Huber Mario (59./sh1)

Strafen:
DEC: 20 min.
RBS: 16 min.

Line-Up:
DEC: Östlund (Höneckl) – MacKenzie, Kokkila; Nilsson, Salmela; Schnetzer, Magnan; Egger – Luciani, Rapuzzi, Yogan; Schwinger, Häußle, Macierzynski; Woger, Jevpalovs, Pavlovs; Fröwis, Straka, Antonitsch; Pöschmann
RBS: Lamoureux (Eliasson ab Minute 8) – Joslin, Espeland; Chorney, Heinrich; Pallestrang, Urbom; Schreier – Ortega, Rauchenwald, Baltram; Skille, Schofield, Raffl; Hughes, McIntyre, Huber Mario; Hochkofler, Varejcka, Harnisch; Pilloni.