Das zweite ICE-Wochenende der Bulldogs brachte Zählbares und starke Leistungen.

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Was lief gut?

Der erste „Drei-Punkter“ konnte mit dem überraschenden 2:1-Auswärtssieg in Graz eingefahren werden. Auch beim Heimspiel am Sonntag gegen Titelaspiranten Bozen fehlte nicht viel zum Punktegewinn. Das Team scheint in der Liga „angekommen“ zu sein und voll mitzuhalten.

Die Torhüter glänzten mit starken Leistungen. Thomas Höneckl konnte an seiner alter Wirkungsstätte im „Bunker“ gänzlich überzeugen und bewies, dass er Oskar Östlund voll fordern kann und mehr als nur ein Back-Up ist. Östlund zeigte gegen den HCB Südtirol, dem von den Kommentatoren nach dem Auftritt im Messestadion attestiert wurde, zurecht als Mitfavorit auf den Titel zu gelten, eine starke Leistung. Auch wenn der Schwede beim entscheidenden Gegentor zum 2:3 unglücklich agierte, zeigte er Klasse gegen die Bozner Topstürmer.

Die Defensive der Bulldogs kann wirklich als solide bezeichnet werden – ein Gegentorschnitt von 2,0 am zweiten Wochenende ist ein Liga-Top-Wert. Ungewohnt für den zuletzt leidgeprüften Bulldogs-Fan ist, dass der Spielaufbau so gut funktioniert und die Scheibe meist souverän aus dem Verteidigungsdrittel gespielt wird. Darüber hinaus wurde von den Defendern durch Matt MacKenzie (Tor), Henrik Nilsson und Jesper Kokkila (Assists) auch gescort.

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Sensationell aufzeigen konnte in der Offensive die „Jung-Spund-Linie“ mit Jannik Fröwis, Philipp Pöschmann und Simeon Schwinger. In Graz brachte die vierte Linie gar den Sieg mit beiden Treffern! Dies bringt dem Team noch mehr Tiefe. Auch die vorderen Angriffsreihen bringen schon mehr Wucht auf die (Eis-)Platte, auch wenn…

Was lief weniger gut bzw. ist noch verbesserungsfähig?

...die scoring efficiency nach wie vor besser werden sollte. Auch im Powerplay konnte man bei nur sieben Gelegenheiten (in beiden Spielen) noch nicht anschreiben. Da zeigten beispielsweise die Foxes beim 2:2-Ausgleich vor, wie man sowas perfekt macht. Dennoch durfte man bei den Bulldogs mit dem Penaltykilling nicht unzufrieden sein, bei fünf von sechs Unterzahlsituationen hielten sich die Dornbirner schadlos. Darüber ob sich im Angriffs-Line-Up noch oder bald etwas tut, wurde bei den Fans jedenfalls noch fleissig spekuliert und diskutiert. Schnell lösten sich diese Spekulationen auf, nachdem am Dienstag die Verpflichtung von Andew Yogan bekannt gegeben wurde.