Nach einem spannenden und hart umkämpften Spiel setzte sich der GRAND Immo VSV bei den Dornbirn Bulldogs im Penaltyschießen durch und gewann nach 1:4-Rückstand noch mit 6:5. Die Kärntner retteten sich mit diesen zwei Punkten doch noch einen Platz in den Play offs der bet-at-home ICE Hockey League.


Die Ausgangslage beim Showdown im Dornbirner Messestadion war klar, ein Sieg würde für Villach auf jeden Fall die Play-off-Qualifikation im Fernduell gegenüber Linz bedeuten. Das Heimteam konnte zwar gelassen in die Partie gehen, dennoch gehörten die Anfangsminuten eindeutig dem DEC. William Rapuzzi (4.) sorgte auch für die verdiente rasche Führung. Beide Teams mussten einige Akteure vorgeben und so agierten die Kärntner von Beginn an praktisch nur mit drei Linien, taten sich aber trotzdem schwer, ins Spiel zu kommen. Die Bulldogs gingen fahrlässig mit ihren guten Chancen um, sieben Sekunden vor der Pause erhöhte Daniel Woger (20./pp1) in seinem 600. Ligaspiel aber doch noch im Nachschuss auf 2:0. Linz führte in Graz beim ersten Wechsel bereits mit 4:2 und hatte zu diesem Zeitpunkt den VSV bereits aus den Play-off-Rängen verdrängt.

Feuer vom VSV entfacht

Die Adler hatten den Ernst der Lage erkannt und kamen entschlossener aus der Kabine. Sahir Gill (22.) verkürzte mit einem sehenswerten Treffer indem er elegant einen Verteidiger aussteigen ließ und Östlund bezwang. Die Draustädter drängten nun auf den wichtigen Ausgleich, wurden aber von den Bulldogs eiskalt ausgekontert. Zunächst vollendete Anton Straka (27.) nach einem Solo, dann traf Anthony Luciani (28.) nach tollem Kombinationsspiel von Nilsson und Rapuzzi zur scheinbaren Vorentscheidung. Das vermeintliche 5:1 von Sam Antonitsch wurde aber nach Videostudium aberkannt, dennoch ersetzte VSV-Coach Rob Daum Torhüter Sedlacek durch Ali Schmidt. Villach kam durch einen Doppelschlag von Mangene (31.) und Kosmachuck (33.) wie aus dem Nichts wieder auf 3:4 heran und war plötzlich wieder im Spiel. Max Egger (39.) sorgte mit seinem ersten Saisontor aber wieder für eine Zwei-Tore-Führung des DEC. Der VSV benötigte unbedingt zwei Punkte, tat im Schlussdrittel noch einmal alles, um zurück zu kommen. Jerry Pollastrone (48.) und Chris Collins (52.) vollbrachten den nicht mehr für möglich geglaubten Ausgleich und sicherten ihrem Team die Verlängerung und den ersten Punkt. Aber es musste ein Sieg her, um die Postseason zu erreichen. Dramatik pur wurde geboten, die Gäste konnten 1:38 vor Schluss in Überzahl spielen, schafften aber kein Tor. Die Entscheidung fiel im Penaltyschießen. Sahir Gill und Ali Schmidt retteten den VSV.

Fotos: CDM/Blende47

bet-at-home ICE Hockey League, 10. Qualifikationsrunde, Sonntag 07.03.2021
Dornbirn Bulldogs – EC GRAND Immo VSV 5:6 n.P. (2:0, 3:3, 0:2)
Messestadion Dornbirn
SR: Berneker, Nikolic K.; Pardatscher, Sparer;

Tore:
1:0 Rapuzzi (4.)
2:0 Woger (20./pp1)
2:1 Gill (22.)
3:1 Straka (27.)
4:1 Luciani (28.)
4:2 Mangene (31.)
4:3 Kosmachuck (33.)
5:3 Egger (39.)
5:4 Pollastrone (48.
5:5 Collins (52.)
5:6 Gill (65./PS)

Strafen:
DEC: 12 min.
VSV: 4 min.

Line-Up:
DEC: Östlund – MacKenzie, Kokkila; Nilsson, Max Egger; Schnetzer, Salmela – Luciani, Rapuzzi, Yogan; Schwinger, Häußle, Macierzynski; Woger, Jevpalovs, Pavlovs; Straka, Antonitsch;
VSV: Sedlacek (31. Schmidt) – Hrabal, Fraser; Schmidt, Raphael Wolf; Bacher, Zauner; Urbanek – Mangene, Collins, Pollastrone; Kornelli, Felix Maxa, Martin Ulmer; Kosmachuk, Gill, Caron; Tschurnig, Brunner;
Es fehlten: Romig, Fröwis, Pöschmann, Magnan, Kutzer (alle DEC); Björkstrand, Krastenbergs, Kreuzer, Lanzinger, Wachter, Wappis, Wohlfahrt (alle VSV)